

Das Transferzentrum Elbe-Weser ist Teilnehmer des EU-Projektes KISoLL. KISoLL steht für "Knowledge Investment Strategies on Local Level", heißt also so viel wie "Strategien für Wissenstransfer auf lokaler Ebene". Ziel dieser Strategien ist es, die Innovationsfähigkeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen in den beteiligten Regionen zu verbessern.
Die in KISoLL involvierten Regionen sind im Bereich Forschung und Entwicklung und deren Anwendung in kleinen und mittelständischen als strukturschwach einzuordnen. Dennoch gibt es erfolgreiche Versuche, diese Schwächen zu überwinden. Zum Beispiel die deutsche Kooperation von vier Landkreisen, die eine eigene Struktur für Technologietransfer aufgebaut haben (TZEW). Andere Beispiele sind "Tartu Science Park" in Estland und die regionale Agentur BIC Burgenland in Österreich. Ein Ziel des Projektes ist es, den Implementierungsprozeß und die Ergebnisse dieser Projekte zu analysieren.
Forschung und technologische Entwicklung sollen insbesondere dadurch gestärkt werden, indem regionalen Entscheidungsträgern aus den Bereichen Hochschule, Forschung, Industrie und Finanzen die Möglichkeit geboten wird, sich über die Aktivitäten und erfolgreichen Beispiele in anderen beteiligten Regionen auszutauschen.
Inhaltliche Schwerpunkte von KISoLL betreffen die Themenfelder - Erneuerbare Energie
- Tourismus
- Breitband-Versorgung.
KISoLL startete im September 2006 und ist Bestandteil des sechsten Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union.
Netzwerk:
An „KISoLL“ sind Gebietskörperschaften und Organisationen aus vier interessanten Regionen mit teilweise sich ergänzenden regionalen Strukturen und Erfahrungswerten beteiligt. Das Transferzentrum Elbe-Weser ist einer von insgesamt elf Projektpartnern. Andere KISoLL-Projektpartner sind zum Beispiel:
Landkreis Osterholz: Im Norden Deutschlands, im Bundesland Niedersachsen, liegt der Landkreis Osterholz in der Nähe der Hansestadt Bremen. Osterholz zählt sieben Gemeinden und hat eine Fläche von 650 Quadratkilometern. Der südliche Teil des Landkreises gehört zur Metropolregion Bremen. Im Norden des Landkreises liegt das sogenannte "Teufelsmoor", eines der größten Moorgebiete Deutschlands. Marschgebiete erstrecken sich zu beiden Seiten des Flusses Hamme, welche den Landkreis von Norden nach Süden durchfließt und in die Wümme mündet. Die Wümme ist gleichzeitig die Südgrenze des Landkreises und fließt in die Weser, welche die Westgrenze des Landkreises bildet. Der Landkreis Osterholz ist der soganannte "Lead-Partner" von KISoLL.
The University of Stavanger (Norwegen): Die University of Stavanger in Norwegen hat ungefähr 8000 Studenten und 900 Mitarbeiter in Lehre, Verwaltung und Service. Die Universität hat drei Fakultäten: die Fakultät für Bildung und Kunst, die Fakultät für Sozialwissenschaften und die Fakultät für Wissenschaft und Bildung. Darüber hinaus beheimatet die Universität zwei norwegische Kompetenzzentren.
RENET (Österreich): Das ‚Renewable Energy Network Austria’, kurz RENET, stellt die Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Österreich ist traditionell ein Musterland der Nutzung erneuerbarer Energie, trotzdem liegt die inländische Erzeugung von Primärenergie nur noch bei 30 Prozent des Bedarfs, Tendenz weiter sinkend. RENET forscht für die Energiegewinnung aus erneuerbaren Rohstoffen. Die energetische Nutzung der Biomasse in Österreich beträgt derzeit etwa 12 Prozent des gesamten Energiebedarfs. RENET liefert Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft, schafft neue Arbeitsplätze und leistet einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der Ziele bei der Reduzierung der Energieimporte und bei der Reduzierung der CO2-Emissionen. In Zukunft sucht RENET Lösungen, um aus diesen Stoffen über Vergasungsprozesse erzeugten Produktgas auch gasförmige und flüssige Treibstoffe herzustellen. Die Zeitung von gestern könnte so das Auto von morgen antreiben.
Tartu Science Park (Estland): Tartu Science Park (TSP) wurde 1992 gegründet und war die erste Organisation in Estland mit der klaren Zielsetzung, Innovation zu fördern. TSP steht in enger Verbindung mit der größten Universität in Estland, der Universität Tartu, an der mehr als die Hälfte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Estland stattfinden. Deshalb ist das zentrale Anliegen des TSP, Services zur Vermarktung von Innovationen anzubieten. Gegenwärtig beheimatet das TSP 50 Firmen auf ca. 6000 Quadratmeter Büro-, Labor- und Produktionsfläche.
Dalane / Ryfylke (Norwegen): Rogaland hat seinen Namen von den Menschen geerbt, die man „Ryger“ nannte, was soviel bedeutet wie "die, die Korn säen“. Sie waren vermutlich Menschen vom germanischen Stamm der Rüger. Früher waren Schifffahrt und Schiffsbautechnik von großer Bedeutung, um ferne Märkte zu erreichen. Später, am Anfang der 70er Jahre, begann im norwegischen Hoheitsgebiet der Nordsee die Erdölgewinnung. Deshalb finden die wichtigsten Aktivitäten im Meer heute vor der Küste Rogalands statt. Neben der Erdölindustrie spielen Ausbildung und Informationstechnologie eine wichtige Rolle in Rogaland. Forschung und Entwicklung sind erforderlich, um Wachstum sowohl in privaten als auch in öffentlichen Sektoren zu ermöglichen. Die Universität von Stavanger und die Universität in Stord/Haugesund konzentrieren sich größtenteils auf Kompetenzerweiterungen auf den Gebieten Verwaltung, Technologie, Volkswirtschaft, Gesundheit, Tourismus, Lehramtsausbildung, Künste und Geisteswissenschaften.
Sirdal (Norwegen): Sirdal ist ein Stadtbezirk in der Grafschaft von Vest-Agder, Norwegen und die nördlichste Ebene in Vest-Agder. Am Nordende eines langen schmalen Sees liegt Siredalsvatn, die Verwaltungsstelle der Gemeinde Tonstad. Bjørnestad ist ein weiteres Dorf in Sirdal. Sirdal wurde 1964 durch eine Zusammenlegung der Bezirke Øvre Sirdal, Tonstad und Haugomgrenda gebildet. Sirdal grenzt an die Bezirke Aust-Agder im Nordosten und Rogaland im Westen. Südlich liegt der Flekkefjord und im Osten Kvinesdal. Sirdal ist der größte Bezirk in Vest-Agder.
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